Sune Pedersen (CTO & Founder) von Faraday Motion und dem Hyperboard ist Software Entwickler und hat seinen Traum von einer offenen Elektro Skateboard Plattform vor ca. 3 Jahren in Kopenhagen begonnen. Seit 6 Monaten ist sein Start-Up nun in Berlin ansässig.

Zwar verkauft Faraday Motion auch komplette Boards unter dem Namen Hyperboard und die 50 Boards der ersten Produktion sind ausverkauft, aber diese erste Produktion war hauptsächlich, um Feedback von den Kunden einzusammeln.

Hyperboard & CEO Sune
Hyperboard & CEO Sune

Die Idee ist verschiedene Komponenten wie Motor, Batterie, Software und so weiter zu verkaufen, aber der Community die Möglichkeit zu geben, das modulare Baustein System zu Modifizieren, zu Ergänzen und andere daran Teilhaben zu lassen. Quasi ein Open Spource Model für Elektro Skateboards.

So kann das Board z.B. per App, per Sensoren auf dem Board oder per Fernbedienung beschleunigt und gebremst werden. Alles Software, sagt Sune. Während andere Hersteller auf fixe Modi wie SLOW, ECO, FAST etc. setzen, gibt Sune der Community die Möglichkeit alles selber zu programmieren.

Faraday Motion Elektro Skateboard
Faraday Motion Elektro Skateboard

Elektro Skateboards aus dem 3D Drucker

Die ersten Prototypen basierten auf dem ONDA Vibe Longboard und wurden dann durch Komponenten aus dem 3D Drucker erweitert. Der 3D Drucker spielt bei den Prototypen eine wichtige Rolle. Es lassen sich damit sehr leicht neue Komponenten wie Verbreiterungen (z.B. für zusätzliche Batterien) oder Motorgehäuse entwickeln und direkt produzieren. In vielen Städten gibt es in sogenannten Workplaces 3D Drucker, die bereits ab 20 EUR im Monat genutzt werden können.

Die Vorlagen für 3D Drucker können sehr leicht über das Internet ausgetauscht werden und daher kann die Community sich gegenseitig helfen. So wurde z.B. ein GoPro Halter über die Community zur Verfügung gestellt.

Elektro Skateboard aus dem 3D Drucker
Elektro Skateboard aus dem 3D Drucker

Ausserdem können durch 3D Drucke sehr leicht Tuningteile erstellt werden. Sune steht auf Sprotwagen und daher sehen einige Prototypen wir Renn-Go-Karts aus. Die Boards schaffen übrigens bis zu 70 km/h.

Bei den getesteten Prototypen wurden meist große Voll-Plastik Reifen eingesetzt. Ich persönlich fand Sie gewöhnungsbedürftig, aber Sie versprechen eine weitere Reichweite. Bei meiner Testfahrt hat das Board angenehm beschleunigt und abgebremst.

Ich bin mit der App Variante gefahren, und anders als erwartet, funktioniert diese sehr gut. Ein iPhone Protektor mit Gummiband sorgt für sicheren Halt. Durch Neigen des Smartphones wird das Elektro-Skateboard beschleunigt oder abgebremst.

Hyperboard App Fernbedienung
Hyperboard App Fernbedienung

Faraday Motion arbeitet gerade an der 2. Generation des Elektro Skateboards und wir dürfen noch in diesem Jahr ein Kickstarter Projekt erwarten. Ausserdem konnte Sune mit seinem Team einen Auftrag von einem etabliertem Skateboard Hersteller gewinnen, um ein Elektro Skateboard Kit für sie zu entwickeln.

In unserer Rubrik Videos, findet Ihr einen kurzen Film über das Hyperboard von Faraday Motion.

Mehr Infos zu dem Faraday Motion Elektro Skateboard auf der Faraday Webseite (not available anymore).