Das Audi e-tron Hydrofoil Team besuchte uns zu einer Tour in Berlin, bei der wir das jetbetriebene e-Foil von Audi mit dem eFoil von Lift vergleichen konnten. Das Lift eFoil ist seit Sommer 2018 in Serienproduktion während das e-tron Hydrofoil ein Prototyp ist. Bei diesem Vergleich geht es also nicht um die Details, sondern um die verschiedenen Konzepte.

Es wäre zu früh und nicht fair, einen vollständigen Test des Audi e-Foils zu publizieren, da es nicht vor 2020 zum Verkauf steht. Es handelt sich um frühe Prototypen, um verschiedene Formen und Technologien zu testen. Dennoch hatte das Team viel Spaß beim Foilen. Der größte Unterschied zwischen den beiden E-Hydrofoils ist der Antrieb. Die meisten E-Foils wie das von Lift Foils verwenden einen Propeller, aber das Team aus Bayern verwendet ein Jet-Triebwerk.

Audi e-tron Hydrofoil und Lift Foils eFoil
Audi e-tron Hydrofoil und Lift Foils eFoil

Ich war überrascht, wie leise der Düsenantrieb war. Ich hatte erwartet, dass er viel lauter sein würde als der Propellerantrieb, aber er war ungefähr gleich laut. Propellerantriebe haben jedoch einen höheren Wirkungsgrad und der von uns getestete e-tron Prototyp wurde für Fahrer unter 80 kg entwickelt. Ich konnte auf der Oberfläche surfen, war aber zu langsam, um mit 92 kg zu fliegen. Sehr bald wird das Team eine Version für schwerere Fahrer haben und ich freue mich darauf, sie wiederzusehen, um diese zu fahren.

Aber nicht nur der Antrieb ist sehr unterschiedlich, auch das Board selbst und die Flügel folgen einem anderen Konzept. Das aktuelle e-tron Board wiegt 28 kg inklusive Batterien, das sind 2 kg weniger als das Board von Lift Foils auf die Waage bringt. Das neue größere Board vom Audi Team wird sogar 4 kg weniger wiegen. Sie verwenden jedoch im Moment weniger Batteriezellen mit sehr einfache Gehäuse, so dass es zu früh wäre, das Endgewicht einer Serienproduktion zu schätzen.

Sehr unterschiedliche Shapes und Flügel
Sehr unterschiedliche Shapes und Flügel

Die beiden Entwickler Franz und Christian wiegen unter 75 kg und deshalb sind die aktuellen frühen Boards für solche Fahrer konzipiert. Die Flügel sind viel kleiner als der 170er Flügel, den wir auf dem eFoil verwendet haben. Der größte Flügel, den sie derzeit haben, ist vergleichbar mit einem 150er Flügel von Lift. Lift hat Flügel bis zum 250er für Anfänger und Schulen. Auf den Bildern sieht man, dass die Form der Flügel sehr unterschiedlich ist. Was man auf den Bildern nicht sehen kann, ist, dass die Audi Flügel mehr Profil haben, was zu mehr Auftrieb führt und kleinere Flügel rechtfertigen würde. Ähnlich wie beim Flugzeug.

Auf dem Bild unten sehen Sie die aktuellen drei Flügel von Audi. Im Hintergrund ist der kleinste in Orange, gefolgt von dem zweitgrößten in Orange vorne und dem größten Wing in Schwarz.

Die verschiedenen Flügel
Die verschiedenen Flügel

Die Akkupacks, das Gehäuse und die Fernbedienung sind noch sehr einfach gehalten, wie man es von einem Prototyp erwarten würde. Diese Details können optimiert werden, sobald die Grundlagen geklärt sind. Derzeit nutzt das Team die wasserdichte Fernbedienung Maytech MTSKR1805WF für 249 EUR. Laut Franz ist die Qualität eher schlecht, aber sie werden ohnehin ihre eigene Fernbedienung entwickeln.

Das E-Hydrofroil wird unter Umständen nicht unter der Marke Audi eingeführt werden. Franz ist Ingenieur bei Audi und das Unternehmen ist der Meinung, dass es derzeit gut zu seiner Strategie der Elektromobilität passt. Deshalb präsentieren sie die e-tron Hydrofoils auf Messen und Veranstaltungen. Audi unterstützt Franz und Christian auch mit technischem Know-how und Ressourcen. Die beiden Jungs gründeten jedoch ihr eigenes Start-Up namens Aerofoils GmbH, um das Produkt auf den Markt zu bringen.

Wir haben ein kurzes Video gedreht, in dem Sie das Audi e-tron E-Foil in Aktion und neben dem Liftfoils eFoil fahren sehen.

Wir werden außerdem noch weitere Bilder im Forum veröffentlichen.