Hey, triff das Magic Surf Jetboard! Vielleicht kennst Du es aber schon, da das elektrische Surfbrett aus Deutschland 2019 unter der Marke Loawai und 2018 unter der Marke CURF verkauft wurde. Neu ist eigentlich nur, dass es einen anderen Besitzer hat, nachdem Loawai vor einigen Monaten Insolvenz angemeldet hatte.

Wenn es in dieser Branche ein elektrisches Surfbrett gibt, das eine lange Geschichte hat, dann ist es das Magic Surf Jetboard. Es hat nicht nur den dritten Namen und den zweiten Eigentümer – das Gründerteam war auch schon vorher sehr aktiv. Das ursprüngliche CURF-Team rund um Benjamin Köhnsen war nämlich ebenfalls die Gründungsgruppe der ersten Lampuga Jetboard-Firma. Ihre Firma, die Sashay GmbH, wurde bereits 2011 gegründet. Sie brachte 2016 das Lampuga Jetboard auf den Markt. Diese erste Lampuga Company ging jedoch im April 2017 konkurs. Die Marke Lampuga samt ihrer Technologie wurde von Investor Nicolai Weisenburger gekauft und nun werden die neuen Lampuga Jetboards  ab Mai / Juni 2020 ausgeliefert!

Magic Surf Jetboard Modelle
Magic Surf Jetboard Modelle

Nachdem Benjamin K. seine Firma um die Lampuga-Boards verloren hatte, gründete er eine neue Firma (später Watercrafts Germany GmbH), um das CURF Jetboard 2018 auf den Markt zu bringen. Siehe unser Interview mit Benjamin auf der Boot 2019 hier:

 

Im Jahr 2019 wurde der Name aufgrund eines Markenproblems von CURF in Loawai geändert. Wir haben hier im Büro ein Loawai-Board und sind damit durch den Sommer 2019 gefahren. Das Board war immer zuverlässig und wir hatten keine Probleme. Es ist sehr robust und fast unzerstörbar, aber mit 2 Batterien à 17 kg und einem Gesamtgewicht von 66 kg ist es sehr schwer und man benötigt einen speziellen Strandwagen, um es zu transportieren. Auf der anderen Seite hat das hohe Gewicht natürlich einen Vorteil bei rauem Wasser.

Im November 2019 kündigte Loawai ein neues Board aus Carbon an und wir hatten die Gelegenheit, Investor Frank Köhler bei der Weltpremiere in Berlin zu interviewen. Siehe hier das Videointerview:

 

Nur wenige Wochen später ging die Watercrafts Germany GmbH, der Inhaber der Loawai Jetboards, bankrott, weil es zwischen den verschiedenen Investoren zu Streitigkeiten kam. Der neue Besitzer Magic Surf ist bekannt für seine Jetlev-Flyer, bei denen es sich um Jetpacks handelt, die man mit einem Jetski-ähnlichen Gerät verbindet. Dies sind teure Spielzeuge, die bis zu 100.000 EUR kosten, sodass sie möglicherweise die richtigen Kunden haben, um ein höherpreisiges Jetboard am Markt zu etablieren.

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Magic Surf Jetboard

Okay, zurück zum Magic Surf Jetboard. Abgesehen von der neuen Marke und den 2019 angekündigten Carbon Varianten werden auf der Magic Surf Website keine Neuigkeiten angezeigt. Das Jetboard wird in 4 Modellen angeboten. Das Pro, das Race, das Carbon Pro und das Carbon Race. Der Unterschied zwischen dem Pro-Modell und dem Rennmodell ist die Leistung. Wie schon beim Loawai und dem Loawai Wake hat das kleinere Modell 14 kW (19 PS) und das Rennmodell 19 kW (26 PS), was bedeutet, dass man in vielen Ländern einen Sportboot-Führerschein benötigt, um diese Boards zu fahren. Die Magic Surf Jetboard Race Modelle beschleunigen schneller und haben eine höhere Höchstgeschwindigkeit. Die Carbon-Modelle erhöhen aufgrund des geringeren Gewichts auch die Geschwindigkeit und Beschleunigung.

ModelProRaceCarbon ProCarbon race
Max. Speed55 km/h65 km/h60 km/h68 km/h
Acceleration
( 0 - 50 km/h)
4,2 sec3,5 sec3,8 sec3,3 sec
Thrust90 kg110 kg90 kg110 kg
Power14 kW / 19 PS19 kW / 26 PS14 kW / 19 PS19 kW / 26 PS
Weight
(without batteries)
35 kg32 kg21 kg21 kg
Dimensions192 x 73 x 26 cm192 x 73 x 26 cm192 x 73 x 26 cm192 x 73 x 26 cm
BatteriesLitium Ion Plug & PlayLitium Ion Plug & PlayLitium Ion Plug & PlayLitium Ion Plug & Play
Battery pack1300 Wh, 30 Ah, 43,2 V, 16.5 kg1300 Wh, 30 Ah, 43,2 V, 16.5 kg1300 Wh, 30 Ah, 43,2 V, 16.5 kg1300 Wh, 30 Ah, 43,2 V, 16.5 kg
Charging time2 hours2 hours2 hours2 hours
Operating time30 minutes30 minutes30 minutes30 minutes
Price
(w/o VAT)
12,999 EUR14,999 EUR15,999 EUR18,999 EUR

Die Betriebszeit und maximale Geschwindigkeit hängt von Gewicht, dem Fahrstil und den Wasserbedingungen ab. Wir haben Magic Surf zweimal kontaktiert, um mehr über den Preis und die Verfügbarkeit zu erfahren. Bisher keine Antwort ihrerseits.

Das Gesamtgewicht der Carbon-Modelle beträgt 55 kg im Vergleich zu den Standardmodellen mit 66 kg. Wir gehen jedoch davon aus, dass der PE-Körper (Polyethylen) der Standard-Jetboards um einiges robuster ist. Das mit dem Jetboard gelieferte Ladegerät benötigt 6 Stunden, um die Akkus aufzuladen. Die Akkus müssen während des Ladevorgangs in dem Board verbleiben, da man das Ladegerät an das Jetboard anschließt. 6 Stunden sind nicht wirklich akzeptabel, was bedeutet, dass man in das optionale Schnellladegerät investieren muss, um diese Zeit auf 2 Stunden zu verkürzen. Das Schnellladegerät war mit mit 2.400 EUR inkl. Mehrwertsteuer zu CURF- und Loawai-Zeiten nicht günstig. Damals betrug der Preis für das Pro-Modell ca. 19.000 EUR inkl. 19% deutscher Mehrwertsteuer und das Race-Modell kostete ca. 24.000 EUR inkl. 19% Mehrwertsteuer. Ein Batteriesatz mit 2 Batterien wurde für 7.250 EUR inkl. MwSt. verkauft. Die Carbon Modelle werden wahrscheinlich noch teurer sein.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Magic Surf Jetboard Webseite.