Ein Elektro Hydrofoil fliegt über dem Wasser mit einem Flügel, der mit einem Mast unter dem Board verbunden ist. Seitdem die ersten E-Foil-Videos 2017 viral gingen ist der Trend nicht mehr zu stoppen. Das Schöne an Elektro Foils ist, dass sie viel weniger Strom verbrauchen als ein elektrisches Surfbrett, wenn sie einmal fliegen und der Widerstand der Wasseroberfläche verschwindet.

Dies hat mehrere positive Auswirkungen. Weniger Leistung bedeutet mehr Reichweite oder weniger Gewicht der Batterie. Kleinere Batterien machen das Produkt günstiger. Nicht nur, weil weniger Lithium-Ionen-Zellen verwendet werden müssen, auch andere Komponenten wie die elektronische Steuerung müssen weniger Energie verarbeiten.

Elektro Hydrofoil von CabraTec

Weniger Energie bedeutet weniger Wärme und das macht die Konzeption und Entwicklung einfacher. Aber natürlich ist es immer noch nicht trivial, ein zuverlässiges Elektro Hydrofoil in Serie zu bauen. Da es jedoch immer noch simpler ist, E-Foils im Vergleich zu einem E-Surfboard zu bauen, sieht man nicht nur viele Unternehmen, die innerhalb von nur einem Jahr auf diesen Trend aufspringen. Sondern es hat sich auch eine Gemeinschaft von DIY-Elektro-Hydrofoil Experten gebildet. Diese Jungs tauschen ihre Gedanken auf dem Forum efoil.builders aus. Dies ist ein sehr guter Ort für jeden, der daran denkt, ein „Do it yourself“-Elektro Foil zu bauen.

Elektro Hydrofoil Marken

Der Pionier der kommerziellen Elektro Hydrofoils ist Liftfoils, die mit ihren viralen Youtube-Videos 2017 einen Trend setzten und als erster Hersteller ab Sommer 2018 ausgeliefert haben. Sie haben in den ersten 6 Monaten 500 Produkte ausgeliefert und fahren die Produktion für 2019 hoch. Ihr könnt das eFoil direkt bei Liftfoils in Puerto Rico oder im Elektro Hydrofoil Shop Berlin kaufen.

Es dauert für Hersteller in der Regel mindestens ein Jahr, von dem Tag an, an dem sie einen funktionierenden Prototyp zeigen und Boards an Beta-Anwender versenden, bis sie ein zuverlässiges Serienprodukt auf den Markt bringen können.

Fliteboard Elektro Hydrofoil

  • Lift Foils – Lift Foils ist der einzige Hersteller, der große Mengen in 2018 liefern konnte
  • Kai Concept – Ein weiteres frühes E-Foil, das 2017 angekündigt wurde, war der Jetfoiler von Kai Concept. Der Jettfoiler hat jedoch auch 2 Jahre später noch kein Veröffentlichungsdatum.
  • Cabratec – Das EasyGoat Hydrofoil aus Tschechien wurde 2018 an einige Beta-Anwender ausgeliefert und wird voraussichtlich 2019 in größere Mengen hergestellt.
  • Fliteboard – Fliteboard aus Australien ebenso. Das so genannte „iPhone der Elektro Hydrofoils“ (wegen seiner Liebe zum Detail und seinem schönen Design), wurde Ende 2018 an erste Beta-Nutzer ausgeliefert und die Produktion soll für den Sommer 2019 skaliert werden.
  • Takuma Concepts – Das E-Takuma von Takuma Concepts wurde Ende 2018 angekündigt und wird voraussichtlich 2019 ausgeliefert. Der Takuma-Elektro Foil ist modular aufgebaut, so dass die Komponenten auch ohne Motor eingesetzt werden können. Zum Beispiel beim Windsurfen.
  • Waviator – Ein modulares Konzept wird auch von Waviator angeboten, einem Unternehmen aus Deutschland, das 2018 auf der Boot & Fun in Berlin sein Board erstmals gezeigt hat und 2019 ausgeliefert möchte.
  • VeConcept – VeConcept aus Kanada wollte ursprünglich nur Komponenten für DIY-Elektro-Hydrofoils bauen, kündigte aber nun ein komplettes Board für 2019 an.
  • ElDoRiDo – ElDoRiDo ist ein E-Foil Hersteller aus Tschechien. Die Elektro Foils verzögerten sich, da das Unternehmen auch an einem Elektroflugzeug arbeitet, das eine höhere Priorität erhielt.
  • Flying Rodeo – Mit FR will sich ein weiteres Unternehmen aus Tschechien auf maßgeschneiderte E-Hydrofoils in kleineren Mengen konzentrieren.
  • Außerdem sieht man immer mehr Marken aus China wie Waydoo, Hoverstar und andere.

Ihr könnt alle Elektro Hydrofoils in unserem e-Foil-Vergleich vergleichen.

E-Foil Fakten

Elektro-Hydrofoils werden, ähnlich wie elektrische Surfbretter und Elektro SUP Surfboards, von einer Bluetooth-Fernbedienung gesteuert, um das Board zu beschleunigen. Das Carven funktioniert auch wie bei einem elektrisches Surfbrett, ist aber etwas schwieriger, da du auch deine Höhe mit deinem Körpergewicht kontrollieren musst.

Die meisten Boards haben einen harten Kohlefaserrumpf, aber einige Hersteller wie CabraTec und Fliteboard bieten auch aufblasbare Boards an. Aufblasbare E-Foils sind leichter zu transportieren und schützen z.B. euer Boot. Sie sind auch einfacher auf der Oberfläche zu fahren, da sie normalerweise mehr Volumen haben, aber auf der anderen Seite schaffen sie mehr Widerstand auf der Wasseroberfläche, was es schwieriger macht, wenn man auf und ab geht.

Aufblasbares E-Foil

Gewicht & Geschwindigkeit von E-Foils

Die Bretter wiegen in der Regel etwa 15 kg und weitere 15 kg für den Akku. Der Akku hält im Normalfall etwa eine Stunde. Anfänger entleeren ihre Batterie in der Regel in 30 Minuten oder weniger, da sie die meiste Zeit auf der Wasseroberfläche fahren, bevor sie fliegen können.

Einige ElektroHydrofoils beginnen mit Geschwindigkeiten unter 20 km/h zu fliegen und einige können eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreichen. Die meisten Hersteller bieten verschiedene Flügel und Masten an. Ein kurzer Mast ist leichter zu fahren, aber nicht gut für aggressive Kurven.

Ähnlich ist die Geschichte bei der Größe der Flügel. Kleinere Flügel sind für hohe Geschwindigkeiten und aggressives Carven geeignet, aber schwer zu fahren. Wenn die Flügel größer werden, sinkt die Geschwindigkeit und die Hydrofoils fahren stabiler. Die meisten E-Foils verwenden einen Propeller, der durch einen Ring geschützt ist. Mit VeFoil und dem neuesten Audi-Prototypen haben wir Triebwerke gesehen, wie sie die Jetboards verwenden.

Elektro Hydrofoil aus China

Es wird sehr interessant sein zu sehen, wie viele Elektro-Hydrofoil Hersteller tatsächlich in den Mengen 2019 ausliefern können. Liftfoils haben sicherlich einen Vorsprung, aber in ein paar Wochen / Monaten (ich schreibe diesen Artikel im April 2019) werden wir sehen, wer sonst noch erfolgreich liefern kann.

Die Preise liegen zwischen 8.000 und 15.000 EUR oder mehr, aber in der Regel erhaltet Ihr das, wofür Ihr bezahlt habt. Für ein solches Produkt sollte man die besten Materialien, die man bekommen kann erwarten, und eine Batterie mit hochwertigen Lithium-Ionen-Zellen sowie ein fortschrittliches Batteriemanagement. Dies hat seinen Preis. Günstige Komponenten können leicht zum Risiko werden.

Wie man E-Foiling lernt

Wenn du anfängst zu „hydrofoilen“, trage bitte eine Weste und einen Helm, denn es ist sicher, dass du ein paar Stürze brauchst, bis du das E-Foil beherrschst. Du fängst an, auf dem Brett zu liegen, gehst auf die Knie, stehst auf, positionierst deine Füße und fängst an zu foilen. Für einige Leute kann dies 15 Minuten dauern, für andere 2 Stunden.

Nach 4-5 Stunden sollte sich jeder auf seinem Elektro-Hydrofoil wohlfühlen. Das ist für die meisten Leute tatsächlich schneller als Kitesurfen oder Windsurfen zu lernen. Das Gefühl ist einfach großartig. Es ist leise, erzeugt keinen Geruch oder Wellen und schadet nicht der Natur. Als ehemaliger Windsurfer, Wakeboarder und Jestki-Fan kann ich es nur empfehlen. Es macht super viel Spaß.

Die ersten Schritte:

  1. Mit der Fernbedienung die Leistung auf Stufe 1 (Anfänger) stellen
  2. Auf das Board legen und beschleunigen
  3. Man merkt sehr schnell, daß anders als bei einen normalen Surfbrett, die Spitze beim Beschleunigen immer nach oben will. Es ist daher sehr wichtig das Gewicht nach vorne zu verlagern. Beim Liegen muss man sich also nach dem Beschleunigen mit den Händen nach vorne ziehen
  4. Ausreichende Geschwindigkeit halten, da sonst das Board vorne einsticht und unstabil ist.
  5. Nun ein paar Runden im Liegen fahren, um ein Gefühl für das Board und die Fernbedienung zu bekommen.
  6. Zweiter Schritt auf Knien fahren. Dazu mit den Händen an der Spitze die Knie bis auf Brusthöhe ziehen und auf Knien weiterfahren. Nun wieder ein paar Runden drehen, um sicher zu werden.
  7. Aufstehen. Um Aufzustehen, sollte der vordere Fuß auf der gleichen Höhe positioniert werden, wo vorher die Knie waren. Der hintere Fuß seitlich versetzt weiter hinten.
  8. Nun im Stehen eine bequeme Fußstellung finden und erneut ein paar Runden fahren. Nicht zu langsam werden, sonst kommt die Spitze wieder hoch.
  9. Richtig Stürzen. Wenn es zu unstabil wird, nutzt die letzte Stabilität aus, um vom Board wegzuspringen. Niemals nach vorne springen. Immer zur Seite oder nach hinten. Wie schon erwähnt sollte man Helm und Weste tragen.
  10. Der erste Flug. Sobald Ihr sicher im Stehen auf der Oberfläche fahren könnt, kann das Fliegen beginnen. Dazu braucht Ihr genügend Geschwindigkeit. Unter Umständen muß dazu je nach Model und Gewicht des Fahrers die Leistung über die Fernbedienung von Anfänger auf Fortgeschrittener eingestellt werden. Sobald Ihr genügend Geschwindigkeit habt, die Füße nach hinten verlagern und dabei den Oberkörper nach vorne, damit der Schwerpunkt erstmal gleich bleibt. Bewegt man nun den Schwerpunkt nach hinten, dann hebt das Elektro Hydrofoil ab. Die Höhe wird nicht mit der Fernbedienung, sondern nur mit der Gewichtsverlagerung gesteuert. Die ersten Minuten immer nur kurz fliegen und wieder landen. Dann Stück für Stück die Flugzeit verlängern.
  11. Es braucht ein wenig Übung bis man die richtige Fußstellung für sich gefunden habt. Wie weit man hinten stehen muß, hängt vom Gewicht ab. Die Füße sollten mehr als schulterbreit in Fahrtrichtung auseinander stehen, damit man Mehr Spielraum hat sein Körpergewicht zu verlagern. Ferner müssen die Füße seitlich versetz stehen (Schulterbreite), damit man mehr Balance und Spielraum für das Steuern hat.

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