SiFly ist ein bulgarischer eFoil Hersteller im unteren Preissegment, der sein Debüt 2022 auf dem Cannes Yachting Festival hatte.
Natürlich waren wir damals live dabei und haben uns die eFoils von SiFly (gesprochen wie das englische SeaFly) genau angeschaut.

Im ersten Jahr (2023) ging man mit drei Fiberglas Modellen an den Start:
Bei allen eFoils mit einem Volumen von über 100 Liter richtete man sich ganz offensichtlich an Anfänger. Daher hatte man auch einen kurzen 55 cm Mast neben dem Standard 75 cm Mast im Programm. Auch die Flügel richteten sich mit 1.900 und 1.300 Quadratzentimetern eher an Einsteiger. Also gut für Schulen.
Die Batterien produziert SiFly im eigenen Haus, welches recht unwohnlich ist. Zumindest die Premium eFoil Brands lassen die Akkus von Batterie Spezialisten herstellen. Um aber solch günstige eFoils herzustellen, muss man kreativ sein und Kosten sparen. Bei einer Ladezeit von 2,5 Stunden sollte die Reichweite bis zu 120 Minuten sein.
Wie bei Waydoo gibt es auch bei SiFly eine EPP Variante (ein Board aus einem Hartschaum). Leider neigen diese Boards mit einem Aluminiumgerüst zur Verstärkung dazu Wasser aufzusaugen. Dies macht das Board dann unnötig schwer.
Für unseren E-SURFER Youtube Kanal haben wir damals folgendes Video produziert:
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Die leuchtenden Farben der ersten Generation sind uns gleich auf der Messe positiv aufgefallen und das große 170 Liter Board wirkte als eine interessante Alternative für sehr schwere Fahrer und für Schulen. Wir haben dann auch zwei SiFly eFoils im Sommer 2023 in unserer eFoil Schule am Gardasee im Einsatz gehabt. Leider sind diese zu häufig ausgefallen, so dass wir uns davon wieder getrennt haben.

Viele Details der SiFly Boards kamen uns bekannt vor. Man hat sich wahrscheinlich gerne von anderen Marken „inspirieren“ lassen. Das kann man nun „smart“ oder „dreist“ nennen, aber da das SiFly Team auch mit eigenen Innovationen aufwarten konnte, gab es durchaus eine Daseinsberechtigung.
Bei unserem nächsten Treffen auf der boot Messe 2024 haben wir den CEO Alexander auf die Probleme angesprochen und er hat auch ganz offen darüber gesprochen und versichert, dass diese nun behoben sein sollten. Wir haben uns, aber dennoch dazu entschlossen, die eFoils von SiFly noch nicht in unser Programm aufzunehmen.
Generell setzen wir nach wie vor auf Premium eFoils von diversen Marken. Sie sind zwar nicht immer günstig, aber unserer Meinung nach ihren Preis wert. Gute Materialien, zuverlässige Technik, eine angenehme Fahrweise und ein professioneller Support haben einfach ihren Preis. Aber auch Premium Hersteller haben mittlerweile Einsteiger Boards ab 8.000 EUR. Zum Beispiel das Flite Air.

Die Preise von SiFly bewegen sich zwischen 6.000 und 10.000 EUR.
Wir werden SiFly weiter beobachten und die Boards testen. Vielleicht lassen wir uns ja eines Tages überzeugen 😉
Die SiFly eFoils kosten je nach Modell und Austattung zwischen 6.000 und 10.000 EUR inklusive 19% Mehrwertsteuer.
Das SiFly erreicht Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h und mehr. Allerdings werden dafür spezielle Flügel benötigt. Die normale Reisegeschwindigkeit liegt bei 20 bis 25 km/h.
Laut Hersteller zwischen 60 und 120 Minuten je nach Batteriegröße. Auch Fahrergewicht und Geschwindigkeit haben Einfluß auf die Reichweite.
Es gibt mittlerweile Hunderte von Konfigurationen bei eFoils. Das E-SURFER Team hilft dir gerne das richtige Modell zu finden.
Das 170 Liter Board soll Fahrer bis 150 kg verkraften. Allerdings muss man dabei sehr talentiert sein, da der Motor an die Grenzen kommt. Bis 120 kg sollte es kein Problem sein.
Der bulgarische Hersteller produziert fast ausschließlich selber. Sogar die Batterie. Zudem setzen die günstigen Modelle auf billigere Materialien.
Ja, grundsätzlich schon. In Deutschland gilt ein eFoil als Kleinfahrzeug und braucht ab 2,21 kW (3 PS) ein amtliches Kennzeichen — das betrifft praktisch jedes eFoil, also auch das SiFly. Auf vielen bayerischen Seen und dem gesamten Bodensee sind eFoils gesperrt, in Österreich je nach See stark eingeschränkt und in der Schweiz faktisch verboten. Welche Gewässer erlaubt sind, zeigen wir dir hier: Sind eFoils erlaubt? Rechtslage & Kennzeichenpflicht.
Nein. eFoils sind als Sportboote zugelassen und dürfen ab 16 Jahren führerscheinfrei gefahren werden, solange die Nenndauerleistung unter 7,5 kW liegt (Elektro-Grenze seit 2023). Das SiFly eFoil bleibt mit seiner Dauerleistung klar darunter. Das Bundesverkehrsministerium plant, diese Grenze wieder auf 11,03 kW (15 PS) anzuheben — in Kraft ist das aber noch nicht.
Nein, in Deutschland ist eine Versicherung für eFoils nicht vorgeschrieben. Wir empfehlen dir aber dringend eine Wassersport-Haftpflicht (rund 50–100 € pro Jahr), denn ohne sie haftest du mit deinem Privatvermögen für Schäden an Dritten. Manche Privathaftpflicht-Policen schließen eFoils aus — das solltest du vor der ersten Fahrt prüfen. Zusätzlich ist ein Kaskoschutz für dein SiFly möglich. Passenden Schutz bekommst du direkt bei uns: eFoil Versicherung.
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