Flite aus Australien hat das Fliteboard entwickelt – ein elektrisches Hydrofoil, mit dem Sie über dem Wasser fliegen können, gesteuert durch eine Fernbedienung in der Hand. CEO und Gründer David Trewern ist in der in der kleinen australischen Surfstadt Merimbula aufgewachsen ist und mit 10 Jahren mit dem Surfen und Windsurfen angefangen. Später wechselte er zum Kitesurfen, wo er 2015 den GPS-Geschwindigkeits-Weltrekord von 44,9 Knoten brach. Durch Kitesurfen lernte er auch Hydrofoils kennen.

Fliteboard Gründer David Trewern
Fliteboard Gründer David Trewern

Fliteboard – der Anfang

Tagelang ohne Wind dachte David an ein Hydrofoil mit Elektromotor und arbeitete mit Freunden an bis zu 20 Prototypen. Sein Ziel war es sehr bald, das erste Elektro-Hydrofoil mit dem im Rumpf integrierten Motor zu entwickeln. Was als Projekt aus Spaß begann, wurde zu einem Vollzeit-Startup, um das Flite Fliteboard herauszubringen.

David hatte bereits 2 erfolgreiche Unternehmen gegründet, die am Ende Hunderte von Mitarbeitern hatten, aber das Fliteboard war für ihn der komplexeste Prozess. In den ersten Monaten lag der Schwerpunkt auf dem Engineering-Prozess und Hunderten von Stunden vor dem Computer, um das richtige Setup zu definieren. Das Board, der Foil, die Antriebssysteme, die Batterie und die Fernbedienung waren anspruchsvolle Hard- und Softwareprojekte.

Fliteboard Elektro Hydrofoil von Flite
Fliteboard Elektro Hydrofoil von Flite

David fand schnell heraus, dass er mehr Kraft braucht, als er erwartet hatte, und gleichzeitig musste das Gewicht reduziert werden. Und natürlich müssen alle Komponenten salzwasserbeständig sein. Er erlaubte keine Kompromisse, sagte er, um ein Produkt zu entwickeln, das er nicht nur kaufen, sondern auch in einer riesigen Warteschlange bestellen würde. David lebt und arbeitet in der Byron Bay in Strandnähe, so dass er seine E-Foils fast täglich testen kann. Er verbrachte mehrere hundert Stunden auf dem Fliteboard, um es immer wieder zu testen.

Ich hatte die Chance, David und das Team mehrmals zu treffen. Das erste Mal war im Sommer 2018, wo ich die Möglichkeit hatte, die Prototypen in Spanien zu fahren. Ich fuhr die aufblasbare Version und die Standardversion und genoss es auf jeden Fall. Es war viel einfacher zu fahren als 2 andere Elektro Foils, die ich vorher ausprobiert hatte. Nur das Lift Foils eFoil lieferte mir eine ähnliche Erfahrung. Ich traf das Team im Januar 2019 auf der boot in Düsseldorf wieder für ein Videointerview.

Fliteboard-Modelle

Das Elektro-Hydrofoil von Flite begann Ende 2018 mit der Auslieferung an einige Beta-Anwender und dann im April 2019 mit der Lieferung von Vorbestellungen. Das Board ist in 3 Versionen erhältlich:

  • Fliteboard Air – Das Modell Air ist das größte Board mit 198 cm Länge und 76 cm Breite und ist ein aufblasbares Board. Es hat mehr Volumen, was das Aufstehen erleichtert. Es hat jedoch mehr Widerstand auf der Wasseroberfläche als die Kohlefasermodelle, was es tatsächlich leichter macht, auf das Standardmodell überzugehen, sobald man ein Gefühl für die Foilen bekommt. Da sAir ist ideal für die Vermietung und Yachtbesitzer.
  • Fliteboard (Standard) – Das Standardmodell wird für die meisten Fahrer passen. Er ist der Allrounder mit einer Länge von 172 cm und einer Breite von 71 cm. Es hat einen Rumpf aus Kohlefaser und ist in den Farben Schwarz, Weiß und Esche erhältlich.
  • Fliteboard Pro – Das Pro-Modell ist kürzer mit einer Länge von nur 152 cm und einer Breite von 62 cm. Es wurde für leichtere Fahrer und für höhere Geschwindigkeiten sowie aggressiveres Carving entwickelt. Es hat auch einen Kohlefaser-Rumpf und ist ebenfalls in Schwarz, Weiß und Esche erhältlich.
Fliteboard Pro in schwarz
Fliteboard Pro in schwarz

Flite Eigenschaften

Eine der einzigartigen Eigenschaften (zumindest bis zum Frühjahr 2019) sind die virtuellen Gänge, die über die Fernbedienung eingestellt werden können. Man hat 20 Gänge, um deine Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen. Dies ist für Anfänger hilfreich, denn sobald sie die richtige Geschwindigkeit herausgefunden haben, können sie immer mit Vollgas fahren und müssen sich keine Sorgen machen, die Geschwindigkeit konstant zu halten.

Die Fernbedienung verfügt über ein sehr helles Display, das Sie über Geschwindigkeit, Fahrstrecke, Akkuladung informiert und Sie natürlich warnt, wenn etwas nicht stimmt. Natürlich ist der Hand-Controller wasserdicht und wird mit einer kleinen Leine am Handgelenk befestigt. Der Handsender ist auch Ihre „virtuelle Sicherheitsleine„, da das Board automatisch stoppt, wenn die Bluetooth-Verbindung unterbrochen wird. Dies geschieht sofort, wenn man ins Wasser fällt. Sie müssen das Board auch mit der Fernbedienung aktivieren, indem Sie es an einen Sensor an der Oberseite des Boards halten und dann innerhalb von 5 Sekunden den Auslöser drücken. Andernfalls startet der Motor nicht. Dies dient dazu, Sie zu schützen, falls Sie versehentlich den Abzug betätigen, bevor Sie bereit sind zu fahren.

Das Flite Foil sollte nach dem Gebrauch in Salzwasser gründlich mit Frischwasser abgespült werden. Ansonsten ist es so gut wie wartungsfrei. Die Batterie sollte nicht umgehend nach dem Fahren wieder aufgeladen werden. Geben Sie Ihr eine Stunde um abzukühlen. Die meistern Fahrer mit ein wenig Wassersporterfahrung stehen nach einer Stunde auf dem Board und nach 3 bus 4 Stunden fährt man bereits in einem guten Style.

Das Set wird mit 3 Taschen geliefert. Eine Boardtasche, eine Tasche für die Fernbedienung, das Foil, Flügel, Ladegerät und Werkzeuge sowie eine Tasche für den Akku. Wir hoffen, dass dir diese Fliteboardübersicht gefallen hat und wir haben einen Fliteboard-Bereich in unserem E-Surfboard-Forum, in dem du zusätzliche Fragen stellen kannst.

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