Interviews
Jetboard
Alexander Pick Interview & Lampuga Produktionsbesichtigung

Vor Kurzem hat uns Alexander Pick und das Lampuga Team in Rastatt begrüßt. Dabei konnten wir ein Interview mit dem Managing Director Sales & Marketing führen sowie das Entwicklungs- und Produktionszentrum besichtigen. In dem Video unten erhaltet ihr exklusive Einblicke in die Produktion des Lampuga Air.

Fangen wir an mit der Besichtigung des Lampuga Hauptquartiers in Rastatt. Die Produktionshalle wurde extra für die Herstellung der Lampuga Jetboards entworfen und gebaut. Sie folgt den Automobilstandards für höchste Präzision. Aber schaut selbst:

Dies war nicht die erste Produktionsstätte für eSurfboards, die wir besichtigen durften. Aber bislang die professionellste, die wir gesehen haben!

Kommen wir nun zum Interview mit Alexander Pick, dem Managing Director Sales & Marketing der Lampuga GmbH. 2019 hatten wir bereits den Eigentümer Nicolai Weisenburger interviewt.

Alexander, wie lange bist du schon bei Lampuga und wie bist du dazu gekommen?

2018 hatte mir Eigentümer und CEO Nicolai Weisenburger die Möglichkeit angeboten, als Managing Director Sales & Marketing in dieses noch junge, aber vielversprechende Projekt einzusteigen. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Jahre für ein großes deutsches Markenunternehmen im b2b Markt tätig, habe davon 5 Jahre in New York den US Markt und zuletzt viele Jahre  den weltweiten Vertrieb verantwortet. Ich denke, nach 20 Jahren war es an der Zeit für eine neue Herausforderung, zumal mich neben der innovativen Technik und spannenden Branche vor allem auch der unternehmerische und visionäre Spirit von Nicolai begeistert haben. Da ich selber immer schon gerne viel und unterschiedlichen Sport betrieben habe, hat mich das Produkt natürlich sofort begeistert. Ich habe dann im Januar 2019 bei Lampuga gestartet. 

Alexander Pick

Was sind deine Aufgaben?

Ich verantworte bei Lampuga die Bereiche Sales & Marketing. Auch wenn wir Dank der Zugehörigkeit zur Weisenburger Gruppe in Rastatt und Karlsruhe  professionelle Rahmenbedingungen und Support vorfinden, befindet sich Lampuga immer noch in der Start-Up-Phase. Hier war und ist die wichtigste Aufgabe, den internationalen Vertrieb über ein kompetentes und zuverlässiges Händlernetzwerk zu erschließen und dabei für die Marke Vertrauen aufzubauen, zumal der Markeintritt Europa - letztlich aufgrund von Verzögerungen - nicht planmäßig verlaufen ist. Lampuga vertreibt seine Produkte nicht direkt, sondern ausschließlich über lokale und regionale Vertriebspartner: ‚think global but act local‘ dient hier auch einer möglichst hohen Kundenzufriedenheit. Die Qualifizierung unserer Händler ist mir dabei ein besonderes Anliegen und wir investieren stark in deren Support, aber ebenso in Qualität und Sicherheit unserer Produkte. Gleichzeitig müssen auch die internen Prozesse möglichst reibungslos funktionieren inklusive des After-Sales. Nach dem Start in Europa gehen wir aktuell in die Erschließung der Winterdestinationen außerhalb Europas.

Alexander auf dem Lampuga Air
Alexander auf dem Lampuga Air

Was macht dir in deinem Job am meisten Spaß?

Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Kulturen bedeutet mir sehr viel und idealerweise entwickelt sich über die Zeit neben der geschäftlichen Zusammenarbeit auch ein freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis. Dann lassen sich auch problematische Sachverhalte, die immer mal vorkommen können, professionell und zufriedenstellend lösen.  Fachmessen wie die Boot in Düsseldorf oder das Cannes Yachting Festival sind da natürlich Highlights. Ich hoffe sehr, dass die Branche in 2022 endlich wieder zurück zum regulären Messekalender findet. Wenn ich hin und wieder selber auch das Lampuga Jetboard vorführen kann, macht mir das besonderen Spaß. Ich identifiziere mich voll mit dem ganzheitlichen und nachhaltigen Approach bei Lampuga: keine ‚hit-and-run‘-Mentalität, sondern Aufbau und Pflege einer langfristigen Kunden- und Händlerbeziehung stehen im Vordergrund und werden sicherlich auch einen nachhaltigen Unternehmenserfolg fördern. 

Alexander Pick

Seit 2020 liefert ihr an Kunden aus. In welchen Regionen seht ihr die meiste Nachfrage?

Erfreulicherweise verteilt sich unser Erfolg bisher auf verschiedene Märkte und es gibt nicht den einen Markt, der sich besonders hervorhebt. Natürlich erfahren wir großes Interesse von deutschen Kunden, die allerdings nicht immer für die Nutzung in Deutschland anfragen, sondern ihr Ferienhaus am Meer oder die Yacht in einem Mittelmeerhafen ausstatten möchten. Grundsätzlich gibt es großes Interesse rund um das Mittelmeer: Südfrankreich, Italien und Spanien mit den Balearen, sowie die gesamte Adriaküste von Slowenien bis nach Albanien. Dank unseres lokalen Partners sind wir aber z.B. auch erfolgreich am ungarischen Plattensee oder in Polen und haben kürzlich den Verkauf im Mittleren Osten und Asien gestartet. Darüber hinaus erhalten wir viele Anfragen aus Amerika, obwohl wir dort den Verkauf aktuell zwar vorbereiten, aber noch nicht gestartet haben.

Siehst du mehr Potential in der Vermietung oder im Verkauf?

Wir sehen für Lampuga in beiden Bereichen großes Potential. Mit dem Lampuga AIR sprechen wir eine große Zielgruppe an: das Board ist sehr einfach und quasi ohne Vorkenntnisse in kürzester Zeit beherrschbar, dank seiner Bauweise auch eher ungefährlich und ohne nennenswerte Verletzungsrisiken. Gleichzeitig kann es bei einer Maximalgeschwindigkeit von ca. 50 km/h auch sehr sportlich gefahren werden. Ebenso haben wir sehr viel Wert auf Produktsicherheit gelegt, während die modulare Bauweise Vorteile für Transport und Lagerung bietet. Das ideale Watertoy also für die gesamte Familie und den Einsatz auf einem Boot. Zusätzlich lässt sich mit einem Handgriff der Akku wechseln und die reguläre Reichweite von ca. 45 Minuten multiplizieren. Bei einer Ladezeit von ca. 120 Minuten sind dies alles große Vorteile für die Nutzung unseres Boards im Verleihgeschäft. 

Gibt es 2022 Neuigkeiten von Lampuga?

Für 2022 haben wir uns in den vergangenen Monaten darauf konzentriert, unser Produkt noch sicherer, kundenfreundlicher und bedienerfreundlicher zu gestalten. An unserem deutschen Firmensitz und Produktionsstandort in Rastatt haben wir im engen Dialog mit unseren Kunden und Vertriebspartnern viele Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Neben den Produktverbesserungen haben wir gelernt, dass bei Neukunden eine ausführliche Einweisung und Schulung zur Fehler- und Schadensvermeidung wichtig ist. Gerade im Salzwasser kann falsches Handling schnell zur Korrosion führen. In mittlerweile sechs kurzen how-to-videos findet der Nutzer hier neuerdings sehr kompakt alle wichtigen Hinweise und Tips. Für das ideale Handling außerhalb des Wassers gibt es seit Jahresbeginn außerdem ein sinnvolles und praktisches Travelbag für Akku und Board. 

Daneben arbeiten unsere Entwicklungsingenieure konzentriert an einer Vielzahl von Neuerungen und Innovationen, auf die wir im Vertrieb natürlich schon sehr gespannt sind. Psst. Kündigen wir an dieser Stelle noch nicht an;-)

Alexander Pick

Was hältst du von den eFoils?

Aktuell scheint die Nachfrage nach eFoils hoch und das Thema ‚Foiling‘ insgesamt im Trend zu liegen, zumal sich die Foiling-Technologie  ja mittlerweile in vielen Wassersportarten wie Wind- oder Kitesurfen, Wakeboarding oder dem Segeln wiederfindet. Neben dem zunächst spektakulärem Look des „über-dem-Wasser-Gleitens“  ist die Effizienz dank der geringen Wasserverdrängung sicherlich ein Vorteil. Persönlich erkenne ich aber bei eFoils auch ein höheres Verletzungsrisiko, denn Mast und Wing sind in der Regel scharf und können bei einem Sturz oberhalb der Wasseroberfläche gefährlich sein. Insbesondere für Ungeübte ist es zudem schwieriger erlernen.. Beide Gründe sprechen vermutlich für einige gegen die Nutzung im Verleih oder für die ganze Familie. Und wenn ich den Kontakt zum Element Wasser spüren möchte, vermittelt ein Jetboard ein anderes und direkteres Fahrgefühl. 

Ich denke, dass es ähnlich wie im Wintersport (Snowboard oder Alpinski) Nutzer gibt, die sich aus den genannten Vor- und Nachteilen für die eine oder andere Version begeistern werden.

eSurfboard Power
eSurfboard Power

Wird es eine Neuauflage des Lampuga Boost geben?

Es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass wir irgendwann auch nochmals eine Boost-Variante vom Lampuga auf den Markt bringen werden. Aktuell konzentrieren wir uns aber auf unser Modell AIR, welches aufgrund seines breiten Einsatzzweckes und der großen Nutzergruppe nicht für die Nische entwickelt und produziert wird, sondern große Stückzahlen verspricht. 

Wie oft fährst du selber auf euren Boards?

Ich genieße jede Fahrt auf unseren Lampuga Jetboards, auch wenn es zeitlich leider nicht so oft gelingt, wie ich es mir wünsche. Das liegt vor allem daran, dass wir in Deutschlands Südwesten zwar den Schwarzwald vor der Haustüre haben und eher an Wintersport, Hiking oder Mountainbiken denken, aber leider nicht unmittelbar am Meer oder anderen geeigneten Gewässern liegen. Leider ist unser Schwäbisches Meer, der Bodensee, für die Nutzung elektrisch betriebener Watertoys, nicht freigegeben. Jetboarding ist für mich daher mit längerer Anfahrt verbunden, auch wenn unsere Techniker und Entwickler ihre regelmäßigen Testfahrten auf einem nahegelegenen Baggersee machen können. Am Ende macht mir Jetboarding doch den meisten Spaß in den wärmeren südlichen Gebieten des Mittelmeers. 

Die Produktsicherheit wird von Lampuga immer wieder hervorgehoben. Kannst Du die Gründe erläutern und ein Beispiel nennen.

Wie bereits eingangs erwähnt, legen wir neben der allgemeinen Produktqualität besonderen Wert auf die Produktsicherheit. Als eigentümergeführtes Unternehmen fühlen wir uns hier unseren Kunden besonders verpflichtet und denken bei Nachhaltigkeit nicht nur an die ökologischen Folgen, sondern eben auch an langfristige Kundenbeziehungen und -Zufriedenheit. Sicherheit ist da speziell bei einem Produkt, dass als Watertoy für die ganze Familie genutzt wird, von höchster Bedeutung. Neben einer hohen Produktqualität in Materialauswahl und -verarbeitung haben wir zugunsten maximaler Sicherheit bewusst in teurere und zumeist auch schwerere Komponenten und Materialien investiert. Wir haben die Sicherheit somit über die Gewichtsminimierung gestellt. Ein gutes Beispiel für unsere Qualitäts- und Sicherheitsphilosophie ist da unser international zertifizierter Akku, der nicht aus Kunststoff, sondern aus massivem Alugehäuse gefertigt ist und zusätzlich von innen vergossen wird.

Möchtest du unseren Lesern sonst noch etwas mitteilen?

Die Pandemie mit Ihren Reisebeschränkungen hat uns alle nun schon über 2 Jahre massiv beeinträchtigt, unser Bewusstsein zur Nachhaltigkeit und der Natur hat sich in dieser Zeit in der breiten Öffentlichkeit neu entwickelt. Ich hoffe sehr, dass wir in 2022 endlich zurück in die Normalität finden und die Menschen wieder ohne gesundheitliches Risiko und mit größtmöglicher Freiheit Ihre Freizeit nutzen können. Jetboarding, egal ob daheim oder im Urlaub auf exotischen Gewässern wird da bestimmt helfen, diese Freiheit neu zu erleben, zu fühlen und zu genießen. In diesem Sinne wünsche ich möglichst vielen Wassersportfreunden alles Gute und ‚Just Ride‘!

Vielen Dank an Alexander Pick und sein Team für Gastfreundschaft, das Interview und die Einblicke in die Produktion. Wenn ihr weitere Fragen habt, dann stellt diese bitte in unserem Forum.

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