Was ist das beste Elektro Hydrofoil? Nun, es stehen noch nicht viele zum Verkauf, aber für unseren Fliteboard Test hatten wir  die Möglichkeit, 3 Tage lang Fliteboard, Fliteboard Air und Fliteboard Pro zu fahren. Am Ende des Artikels findet Ihr unsere Meinung, wie das Fliteboard und das Lift Foils eFoil sich gegeneinander machen.

Konzentrieren wir uns jedoch zunächst auf den Fliteboard Test. Soweit wir wissen, wird heute (Stand 2018) nur das  Lift Foils eFoil ausgeliefert, und Fliteboard möchte noch 2018 ausliefern. Einige andere wie Cabratec verkaufen frühe Versionen an Betatester. 2019 können wir hoffentlich mehr elektrische Hydrofoils von Jetfoiler, Elevate, ELdoRIdo, Hoverstar und Flying Rodeo auf dem Markt sehen.

Nach dem DIY E-Foil von Pacificmeister und des Elektro Hydrofoil von Cabratec war das Fliteboard unser drittes elektrisches Hydrofoil, das wir selber fahren konnten. Und dieses Mal hatten wir 4 Boards und 6 Batterien für 3 Testtage im Rahmen des Jetboard Festivals. Zu den Fliteboard Test Fahrern zählten Wayne, Mike, Grant, Andreas, Nuria, Tania und Daniel.

Leider hatten wir (zu dem Zeitpunkt, als wir diesen Artikel geschrieben haben) noch keine Gelegenheit, das Lift Foils eFoil zu testen, da Puerto Rico nicht um die Ecke ist und das Lift Foils-Team es noch nicht nach Europa geschafft hatte. Allerdings konnten wir es später ausgiebig testen und daher findet Ihr am Ende des Artikels unser Fazit.

Fliteboard Test
Fliteboard Test

Fliteboard bietet 3 verschiedene Boards, 2 verschiedene Flügel und 2 verschiedene Batterien.

3 verschiedene Fliteboard Modelle

Das aufblasbare Fliteboard Air (18 PSI) hat viel Volumen (175 Liter) und man kann damit sogar ohne Fahrt auf dem Board stehen. Dies ist komfortabel und sicher für Anfänger und wird die beste Lösung für Mietstationen und Schulen sein. Es soll ab 2019 einige Testzentrums in Europa, den USA und Australien geben.

Während sich das große Volumen für Anfänger sicherlich sehr gut anfühlt, bedeutet dies nicht, dass das Fliegen einfacher ist. Es ist zwar einfacher, auf der Oberfläche zu fahren und hilft einem dabei, ein erstes Gefühl dafür zu bekommen, wie sich ein E-Foil verhält (es möchte immer mit der Nase nach oben). Sobald man jedoch mit dem Fliegen beginnt, ist es tatsächlich einfacher, zum Standard Fliteboard zu wechseln. Während es mit 100 Litern weniger Volumen hat , hat die Oberfläche des Boards viel weniger Widerstand, wenn man beim Auf und Ab auf das Wasser trifft. Man wird also weniger stark abgebremst, welches die ganze Sache einfacher macht.

CEO David erklärt uns das Board
CEO David erklärt uns das Board

Das Fliteboard bietet immer noch genügend Volumen, um frühzeitig gleiten zu können. Ich hatte 92 kg und keine Probleme, es mit einer Geschwindigkeitseinstellung von 8 von 20 zum Fliegen zu bringen (mehr über virtuelle Gänge weiter unten). Das Fliteboard Pro hat nur 70 Liter und ist für fortgeschrittene Fahrer gedacht, die mit einem sehr reaktionsschnellen Board aggressiver fahren möchten. Sowohl das Fliteboard als auch das Pro bestehen aus PVC-Carbon-Sandwich. Das Gute an den Boards ist, dass man sie austauschen kann. Sie verwenden alle die gleichen Batterien, Fernbedienungen und Antriebseinheiten.

Wir hatten ein weißes Air, ein schwarz und ein weißes Fliteboard und einen Pro im Holzdesign Vorort. Das Design ist ansprechend und die Boards hatten eine gute Qualität und werden mit einer Boardtasche sowie Koffer für die Flite Box, Wings usw. geliefert.

Fliteboard Test – Fernbedienung

Als wir die beiden früheren E-Foils gefahren sind, bestand die größte Herausforderung darin, aufzustehen, ohne die Geschwindigkeit mit dem empfindlichen Gashebel zu ändern. Fliteboard führt virtuelle Gänge ein, was es einem Anfänger leichter macht. Mit 2 Plus- und Minus-Tasten ändert man die Höchstgeschwindigkeit bei Vollgas in 20 Schritten. Ein ähnliches System findet man beim Lift Foils eFoil.

Abhängig von der Batterieladung habe ich Stufe 3 oder 4 als optimale Geschwindigkeit zum Aufstehen und 7 bis 9 zum Aufstehen empfunden. Ich bin nie höher als 9 gegangen und sogar Gründer und CEO David Trewern hat erwähnt, dass er nie auf Bis auf Gang 20 schaltet, also gibt es viel Raum nach oben.

Fliteboard Fernbedienung
Fliteboard Fernbedienung

Wenn man auf Gang 20 schalten würde, kann man Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h oder mehr erreichen, was meiner Meinung nach für ein Elektro Hydrofoil zu schnell ist.

Bei einem E-Foil geht es um das Cruisen, und es ist eine Sache, mit 40 oder 50 km/h mit Elektro Surfbrett auf der Oberfläche zu stürzen, aber eine ganz andere Sache, wenn man fast einen Meter über der Oberfläche fliegt und mit dieser Geschwindigkeit abstürzt.

Zurück zur Fernbedienung. Die Fernbedienung sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch ein kontrastreiches Display, das Informationen zur Akkulaufzeit, Geschwindigkeit, Reichweite und Effizienz (Energie pro Kilometer) anzeigt, sondern kann auch kabellos geladen werden.

Der Gashebel ist mit seinen 1.000 Punkten sehr sensibel. Natürlich ist Fernbedienung wasserdicht und mit einer kleinen Schlaufe am Handgelenk verbunden. Wenn man starten möchte, hält man die Fernbedienung direkt neben den Sensor auf das Board. Nach einem kurzen Piepton hat man dann 5 Sekunden Zeit, um Gas zu geben. Diese Prozedur dient dazu, daß man nicht aus Versehen den Propeller startet, kann aber auf Dauer lästig werden.

Nuria beim Fliteboard Test
Nuria beim Fliteboard Test

Flite Box, Flite Cell und Wings

Eine weitere Besonderheit der Fliteboards ist, dass der Antrieb, der Bordcomputer und der Mast eine Einheit aus eloxiertem Aluminium sind, die einfach mit dem Board verbunden werden kann. Man hat im Grunde das Board, die Batterie und die Flite Box (wo man entweder den Cruiser oder den Flyer Wings anbringt).

Die Cruiser Flügel eignen sich für einfaches und stabiles Foilen, während die Flyer Flügel für schnelle und leichtere Fahrer geeignet sind. Die wasserdichten IP67-Batterien, auch Flite Cells genannt, sind in zwei Versionen erhältlich. Die Sportversion mit 30 AH und 8,75 kg und die Explore-Version mit 42 AH und 11,5 kg. Letzteres gibt einem mehr Reichweite.

Fliteboard Test – Bestes Elektro Hydrofoil ?

Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass das gesamte Fliteboard Test Team begeistert war. Die meisten von uns haben die Anzahlung bezahlt und freuten sich sehr darauf, in den kommenden Wochen ein eigenes Fliteboard zu erhalten. Der Preis für das Fliteboard lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 9.000 EUR zuzüglich Steuern und Versandkosten.

Wir haben den Betrag im September 2018 bezahlt, aber bei Fliteboard kam es zu Verzögerungen. Als wir im November 2018 kein Board hatten, bestellten wir ein Lift eFoil, da wir nicht länger warten wollten. Das Lift Foils Board kam tatsächlich nur 2 Wochen später an und wir begannen auf dem eFoil zu üben. Im Januar 2019 bekamen wir ein Fliteboard im Holzdesign (eines der Boards, welches auf der Boot 2019 ausgestellt wurde). Leider kam es ohne Akku und ohne Fernbedienung, da beide Komponenten aktualisiert werden mussten. Als wir im März 2019 die Batterie und die Fernbedienung immer noch nicht hatten, baten wir Fliteboard, das Board zurückzunehmen, da wir seit 4 ​​Monaten mit dem eFoil von Lift unterwegs waren und sehr zufrieden damit waren. Fliteboard akzeptierte.

Fliteboard oder Lift Foils eFoil
Fliteboard oder Lift Foils eFoil?

Im Sommer 2019 hatten wir endlich die Möglichkeit, das Fliteboard für 2 Wochen in Tarifa, Spanien, wieder zu fahren. Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Angst, dass mir das Fliteboard besser gefallen würde als das Lift Foils Board (zu der Zeit besaßen wir bereits 2 eFoils und fingen an, diese über unseren Shop zu verkaufen). Wir hatten viel Spaß mit dem Fliteboard in Spanien, aber wir bevorzugen immer noch die Lift Foils Boards. Natürlich hat Flite ein tolles Board. Wir fanden das Holzdesign sehr ansprechend und auch die Funktionen der Fernbedienung, aber wir mögen die Lift Foils eFoil im täglichen Gebrauch mehr.

Einerseits ist da die Batterie. Beide Batterien wiegen ungefähr das gleiche, aber während die Flite Cell von einem Nylonband gehalten wird, das nach ca. 30 Metern anfängt in der Hand zu schmerzen, hat die Lift-Batterie einen sehr bequemen Griff in die Batterie integriert. Außerdem gibt es bei Flite sehr scharfe Flügel und einen scharfen Aluminiummast, sodaß wir am ersten Tag bereits eine üble Schnittwunde erlitten. Wir fanden auch, dass die Verbindungskabel zur Batterie bei Flite zerbrechlicher und nicht so robust sind wie bei dem Lift Foils eFoil. Und zu guter letzt bevorzugen wir, dass die Lift Foils Fernbedienung nicht für jede Fahrt geladen werden muss (diese hält für ca. 50 Fahrten).

Insgesamt sind beide sehr gute Elektro Hydrofoils aber wir mögen das eFoil im täglichen Gebrauch mehr. Gerne können wir in unserem Forum dazu diskutieren.